Am Sa, 24.11.2007
ab 11.45 h - ca. 1,5 h (MEZ) laden wir zu einer
Lesung der “anderern Art” ein:
Martins Amanshauser liest aus seinem
: “Logbuch Welt“.
danach wird über das Buch uch die Dimensionen, die diese Form der Lesung mit Internetübertragung für Weiterbildung und Kulturveranstaltungen, eröffnet, diskutiert.
Diese Veranstaltung wird live-online übertragen. Sie können “live” dabei sein, ohne das Haus zu verlassen!
Wir treffen uns in einem Online-Raum ähnlich diesem Testraum
Wir freuen uns auf Deine/Ihre Teilnahme! Bitte Teilnahme in einem Kommentar ankündigen. Danke!
Angelika Güttl-Strahlhofer und Michael Goriany
[…] Diese wird am 24.11.07 ab 11.45 h live-online übertragen. Näheres finden Sie hier. […]
[…] Näheres findest du hier. […]
[…] Heute ist es Michael gelungen, eine Überraschung für Samstag Mittag zu organisieren - auch die Online Teilnehmenden können daran teilhaben Näheres hier! […]
Hallo!
Trotz der familienfeindlichen Zeit werde ich versuchen kurz vorbei zu schauen - bin halt so neugierig ;-))
Lg,
Markus
Zunächst einmal möchte ich die brillante Tonqualität hervorheben und den „Tontechniker“ für seine Einstellungen loben. Man konnte wirklich die Atmosphäre in einem Wiener Kaffeehaus live miterleben. Und so störten auch die kurzen Unterbrechungen bei der Übertragung nicht wirklich, denn auch wenn man bei einem Vortrag live dabei ist, hört man ja nicht so angestrengt zu, dass man in der Tat nun jedes Wort mitbekommt. Dass man sich darüber hinaus aber auch über die reale Entfernung hinweg ganz natürlich in das Gespräch einmischen konnte, war einfach beeindruckend.
Leider kann man sich aber auch in einer virtuellen Welt verlaufen und so habe ich eine Weile allein vor einem Online-Raum gestanden, bis ich mir dachte, dass die Gesellschaft wohl in einem anderen Saal tanzt. Deshalb habe ich leider einen Teil des spannenden Vortrags verpasst.
Über den Teil, den ich gehört habe, hätte ich gern noch eine Weile weiter diskutiert, denn er hat doch mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben. Für die richtige Leserschaft, also weltoffene, international bewanderte Menschen, mögen die einzelnen Erzählungen einen hohen Informations- und auch Unterhaltungswert bedeuten. Aber wenn jemand das Buch liest, um sich mal eben schnell über eines der genannten Länder zu informieren, dann kann es leicht auch zu Missverständnissen kommen und statt dass alte Klischees und Vorurteile abgebaut werden, werden sie durch eine verklärte Darstellung möglicherweise noch verstärkt. – Wieso wird zum Beispiel ein australischer Obdachloser zum Inhalt einer Erzählung, während man an den Obdachlosen in unseren Städten doch eher vorbeigeht und hofft, nicht von ihnen belästigt zu werden? Oder welche Rolle spielt der Mann, der mit der Hand in der Hosentasche irgendwo in Polen am Bahndamm steht? – Wird sein Verhalten in Polen als normal angesehen? Ist sein Verhalten Ausdruck für seine persönliche Art von Lebensqualität oder ein Zeichen von Armut, weil er sich vielleicht andere Lebensfreuden nicht leisten kann? Und schließlich was gibt eigentlich jemandem das Recht, diesen Mann in seiner Intimität zu stören?
Aber vielleicht hat der Autor ja gerade damit sein Ziel erreicht: Ich stelle mir Fragen und mache mir Gedanken über meine Mitmenschen in anderen Ländern … Falls ich je brauchbare Antworten habe, werde ich vielleicht auch einmal ein Buch schreiben. Bis dahin muss sich jeder selbst um die Fragen und möglichen Antworten kümmern.
Ralf
Dass ich Rolfs Kommentar gefunden habe, ist schon ein Wunder. Langsam verlieren wir uns in den unzähligen Blogs, man kommentiert, weiß aber nicht, ob jemand es liest oder sogar antwortet. Ich werde demnächst eine Leistung suchen, die mir Beiträge und alles Geschriebene von meinen Freunden und interessanten Skribenten, egal, wo publiziert, aussucht und zuschickt. Also ein personalRSS- Dienst.
Zurück aber zur Lesung und Ralfs Kommentar: ich habe mich gefragt - hätte eigentlich Michael fragen sollen - was entscheidend bei der Wahl des Autors und des Buches war. Ich war gar nicht beeindruckt von den Inhalten, eher von der Sicherheit des Autors und Zuversicht, er schreibe persönliche Reiseschilderungen, keineswegs Reisebücher. Leider kann er nicht ausschließen, dass sie doch so gelesen werden.
Persönlich kann ich mit den Texten nicht sehr viel anfangen - sie sind viel zu kurz, um wenigstens etwas über den Verfasser zu sagen.
Die Idee der Lesung in einem realen und virtuellen Kaffehaus fand ich super: genius loci schon wieder spielt mit! Vielleicht konnten sich nicht alle Zuhörer sehr gut an der Diskussion beteiligen - der Tisch war ganz lang und die Akustik auch nicht optimal, aber als eine weitere Anwenung der LION-Plattform war die Sache ganz toll.
Auf das literische oeuvre von Ralf freue ich mich riesig im voraus!
[…] Am 24.11.2007 schließlich fand noch die Live-Online-Lesung von Martin Amanshauser statt. […]